Kategorie-Archiv: Allgemein

Der Dreh – oder in der Kürze liegt die Würze

hellas97 / photocase.de
hellas97 / photocase.de

Im letzten Beitrag habe ich die Therapie der Psychoanalyse vorgestellt. Dabei werden häufige Sitzungen über einen längeren Zeitraum benötigt. Die Kurzzeittherapie kommt dagegen in der Regel mit 2-3 Sitzungen aus. Sie steht also, was die Dauer betrifft, am anderen Ende des Spektrums.

Grundannahmen der Kurzzeittherapie

Diese von Steve deShazer begründete Therapieform versucht nicht, ein vertiefteres Verständnis für die vom Ratsuchenden genannten Probleme zu gewinnen. Denn Problemanalyse führt in der Regel zu einer Vertiefung des Problems. Es entsteht leicht eine „Problemtrance“: Die Probleme werden immer größer und schwieriger, je intensiver sie analysiert werden. Stattdessen wird eine „Lösungstrance“ angestrebt, bei der es ausschließlich darum geht, sich mit den Lösungen zu beschäftigen. „Um Lösungen zu finden, braucht man das Problem nicht.“ Es geht um ein verändertes Tun, möglicherweise nur in kleinen Schritten. Wie alle systemischen Ansätze geht auch die Kurzeittherapie davon aus, dass selbst kleine Änderungen im (Gedanken-) System entscheidende Veränderungen bewirken können.
Die zentralen Fragen lauten: „Wie ist es, wenn es besser ist/war“, statt „warum war es so schlecht“. Also finde heraus, was gut (oder auch nur etwas besser) funktioniert – und tu mehr davon. Und wenn etwas trotz vieler Versuche nicht gut genug funktioniert – dann höre damit auf und versuche etwas anderes. Darin besteht der „Dreh“ (Titel des grundlegenden Buches von Steve de Shazer): Der Dreh. Überraschende Wendungen und Lösungen in der Kurzzeittherapie.

Das Vorgehen

In der Kurzzeittherapie gibt es einige Standardverfahren, in denen der „Dreh“ deutlich wird:

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Entscheidungen treffen – Coaching oder Therapie

Entscheidung treffen – in eigener Sache

Wie Sie bemerkt haben, habe ich eine längere Auszeit genommen und keine neuen Beiträge verfasst. Ich habe mich stattdessen meiner zweiten „Leidenschaft“, (neben dem Entscheidungs-Coaching) zugewandt und ein Akademie-Studium der Bildhauerei begonnen. Auf meiner Seite www.turtle-projekte.de schreibe ich in unregelmäßigen Abständen über den Lernfortschritt.

mathias-the-dread@hotmail.com / photocase.de
mathias-the-dread@hotmail.com / photocase.de

Coaching + Therapie

In den vielen Anfragen zum Online-Coaching ist mir aufgefallen: Es gibt Entscheidungen, bei denen die klassischen Tools und Hilfestellungen zu kurz greifen. Die Unfähigkeit, jetzt eine Entscheidung zu treffen, ist tiefer in der Person verankert. Notwendig ist ein therapeutischer Ansatz, der eher auf die Entwicklung der Person zielt als auf das Treffen einer konkreten Entscheidung.

Enorme Vorbehalte

Sobald der Begriff der therapeutische Beratung ins Spiel kommt, tun sich bei vielen Entscheidungssuchern enorme Barrieren und Vorbehalte auf
– „So verrückt bin ich doch noch nicht“
– „Da muss ich dann Seelenstriptease machen“
– „Der Seelenklempner ergreift sowieso Partei für meine Partnerin“
– „Damit muss ich selbst klarkommen, da kann mir keiner helfen“
– „Die Therapeuten sind selbst gestörter als ihre Patienten“

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Den Job wechseln – eine schwierige Entscheidung?

Entscheidung für einen Jobwechsel?

entscheidung job
Foto: t.turtle

„Ich bin mit meiner Arbeitsstelle zufrieden, habe aber jetzt ein gutes Angebot bekommen – soll ich wechseln?“
Solche oder ähnliche Fragen werden mir in meinem Online-Coaching immer häufiger gestellt. Als Gründe für einen Entscheidungs-Konflikt werden am häufigsten genannt (die Top-Seven):

1. Carla: „Ich habe jetzt nette Kollegen und ein gutes Team, wie wird das in der neuen Stelle sein?“

2. Corinna: „Die neue Stelle erfordert mehr Fahrzeit zur Arbeit, ich hätte dann noch weniger Zeit…“

3. Emil: „In meiner jetzigen Stelle verdiene ich eigentlich genug, aber das Stellenangebot ist verlockend, weil ich deutlich mehr Geld verdienen würde…

4. Valeria: „Die neue Stelle wäre mein Traumjob, das wollte ich schon immer machen- aber vielleicht träume ich zu viel…“

5. Gundula: „Ich weiß nicht, ob ich den Herausforderungen der neuen Stelle gewachsen bin, in der jetzigen Stelle fühle ich mich sicher…“

6. Greta: „Ich bin alleinerziehende Mutter, kann ich meinem Kind jetzt einen Ortswechsel zumuten…“

7. Ferdinand: „Ich bin mit meiner jetzigen Stelle total unzufrieden, sehe aber keine Alternativen…“

Eine scheinbar einfache Jobfrage macht oft eigene Werte, Prägungen und Denkmuster sichtbar

Dass die Entscheidung zum Konflikt wird
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Entscheidungen treffen – „Ich glaube, du spinnst wohl!“

Fotonachweis: Pippilotta* / photocase.de
Fotonachweis: Pippilotta* / photocase.de

Gandhi spinnt

* Mahatma Gandhi war ein indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer und Asket. Die von ihm geführte Unabhängigkeitsbewegung führte mit gewaltfreiem Widerstand, zivilem Ungehorsam und Hungerstreiks schließlich das Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien herbei.

„Gandhi* spinnt“, das waren die Kommentare derer, die nicht an seinen gewaltlosen Widerstand gegen die Kolonialherrschaft in Indien glaubten und lieber auf Gewalt vertrauten.
„Gandhi spinnt“, das waren die erstaunten Ausrufe derer, die ihn in seinem Ashram am Spinnrad arbeiten sahen.
Gandhi war ein Spinner im doppelten Sinne. Seinen berühmten „Salzmarsch“ begann er mit 78 Personen. Er endete nach knapp 400 km am Meer, wo Gandhi symbolisch sein eigenes Salz gewann. Ein gravierender Verstoß gegen das Monopol der Salzgewinnung. Hunderttausende folgten seinem Beispiel und stellten ihr eigenes Salz her; in der Folge wurden ca 50.000 Inder verhaftet. Diese und ähnliche Kampagnen führten letztlich zur Unabhängigkeit Indiens von der Kolonialherrschaft.
Die Ideen und die Tatkraft für solche Kampagnen entstanden am Spinnrad beim Spinnen von Wolle.
  

Vor welcher schwierigen Entscheidung stehen Sie?
Was würde es bedeuten, wenn Sie anfangen würden zu „spinnen“, also ungewöhnliche Lösungswege zu suchen?
Was könnte Ihr „Spinnrad“ sein?

 
 

„Ich glaube, du spinnst wohl“ –
diese Reaktion auf getroffene Entscheidungen ist zu selten!

Viele Entscheidungen sind deshalb „schwierig“, weil sich die Sicht des Entscheiders auf eine Alternative verengt hat („Entweder – Oder“):
Soll ich zu meinem Freund ziehen oder nicht?

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Entscheidung für eine Therapie – die Wirkung von Psycho-Logik

John Dow / photocase.de
John Dow / photocase.de

Lena tut sich mit der Entscheidung für eine neue Beziehung schwer.

Ihre Gedanken drehen sich seit Monaten im Kreis. Seitdem ihr langjähriger Partner sie verlassen hat, hat Lena mehrere Beziehungen begonnen, die aber schnell wieder auseinander gegangen sind. Jetzt hat sie keinen Mut mehr, sich auf neue Beziehungen einzulassen. Sie hat auf einem Kongress Jörg kennengelernt; sie haben sich einige Male getroffen und er hat sich in sie verliebt. Es scheint alles gut zu passen. Sie erlebt nach all den problematischen Jahren mit ihrem alten Partner so etwas wie Glück und Zufriedenheit. Aber Lena traut sich nicht, eine engere Beziehung einzugehen. Sie ist wie gelähmt, traut sich nichts zu. Sie spürt, dass Jörg sie wirklich liebt. Und dass sie ihn auch liebt und der Beziehung nichts im Wege steht. Aber irgendetwas hält sie zurück. Jörg ist von ihrem Verhalten total irritiert. Es stimmt doch alles zwischen den beiden – oder doch nicht? Ihre beste Freundin kann das nicht verstehen und rät ihr, doch mal eine Beratung aufzusuchen. Aber das lehnt sie ab. „So verrückt bin ich nun auch wieder nicht, ich kriege das schon geregelt“, ist ihr Kommentar dazu.

Acht Einwände gegen eine Entscheidung für eine Beratung/Therapie/Coaching

1. „So gestört bin ich doch nicht!“
Die Suche nach Hilfe und Unterstützung in einer Beratung wird als schwerer Makel angesehen, der nicht öffentlich werden soll.

2. „Ich kann alleine damit fertig werden“
Die eigenen Kräfte werden (trotz gegenteiliger Erfahrungen ) überschätzt.

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Entscheidung treffen oder warum die Frage nach dem „Warum“ eine Entscheidung erschweren kann!

entscheidung wozu

Entscheidung – Heike kann in Hamburg nicht Fuß fassen – Ein Beratungsdialog

(gekürzt und anonymisiert)

Heike:
„Ich plage mich jetzt schon monatelang mit einer Entscheidung herum. Ich habe mein ganzes Leben in Köln verbracht. Hier fühle ich mich wohl, hier lebt meine Familie, hier habe ich Freunde. Vor drei Jahren ist meine feste Partnerschaft in die Brüche gegangen, nachdem ich meine Stelle als PTA gewechselt hab. In der neuen Apotheke musste ich deutlich mehr arbeiten, mein Partner macht ebenfalls reichlich Überstunden und irgendwann haben wir uns dann auseinander gelebt, mit einer ganz schlimmen Trennung. Nach einem Jahr habe ich mich in Kurt, einem Apotheker bei uns verliebt. Ich habe dann schweren Herzens die Entscheidung getroffen, mit ihm nach Hamburg zu ziehen, wo er holterdipolter die Apotheke seines Vaters übernommen hat, der plötzlich gestorben ist. Wir haben schnell geheiratet, denn ziemlich bald und ziemlich ungeplant war unsere Tochter Leoni unterwegs. Eigentlich sieht alles gut aus.“

Berater:
„Sie verwenden das Wort eigentlich; das weist darauf hin, dass doch nicht alles gut ist, oder?“

Heike: „Die Apotheke läuft gut, mit der Schwiegermutter komme ich klar. Aber ich bin hier immer unzufriedener und mürrischer geworden. Ich bin hier einfach unglücklich und kann mich hier nicht heimisch fühlen. Ich möchte unbedingt wieder ins Rheinland zurück. So oft wie möglich fahre ich zu Besuch nach Köln. In der letzten Zeit habe ich oft mit meinem Mann über die Entscheidung gesprochen, ob wir nicht wieder ins Rheinland zurückgehen können. In Hamburg sind mir die Menschen einfach zu distanziert und strahlen so wenig Lebensfreude aus.“
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Schwierige Entscheidung – dieses Jahr gibt es keine guten Vorsätze!?

entscheidung vorsatz

Alle Jahre wieder

Der Jahresanfang verführt irgendwie dazu, kurz innezuhalten und sich für das neue Jahr etwas vorzunehmen. In der Regel etwas, das man/frau im abgelaufenen Jahr vernachlässigt hat und womit man/frau unzufrieden ist. Diese sogenannten „guten Vorsätze“ sind Thema von tiefgreifenden psychologischen Artikeln und unzähligen Betrachtungen. Und natürlich auch eine beliebte Zielscheibe für Satire und Spott:
 
entscheiden vorsatz
(in Anlehnung an Wumo, Truths of everyday life)
 

Der gute Vorsatz, dieses Jahr mal keine guten Vorsätze zu fassen

Zu Silvester oder (auch zu einem anderen Zeitpunkt) auf gute Vorsätze zu verzichten, kann befreiend sein. Man/frau erspart sich Misserfolgserlebnisse, wenn die Vorsätze nicht umgesetzt werden. Der alte Spruch: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich leichter ungeniert“ gilt auch für die guten Vorsätze: Ohne Vorsätze lebt es sich leichter und ungenierter.
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Entscheidung treffen – Bereichsleiter oder Künstler?

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Fred ist erfolgreicher Abteilungsleiter in einem großen IT-Unternehmen. Jetzt wird ihm überraschend die Stelle eines Bereichsleiters angeboten. Das ist ein mächtiger Karriereschritt und ein damit verbundener Gehaltssprung inkl. Dienstwagen. Doch Fred zögert. Die Arbeit macht ihm Freude – aber zu welchem Preis? Im letzten Jahr hat er seinen ganzen Rest-Urlaub genutzt, um heimlich in einer Spezialklinik die Symptome eines massiven Burnouts zu behandeln. In der ersten Zeit danach lief alles gut. Aber nach einigen Monaten war er wieder im gleichen Trott wie vorher. Seine Frau Ulrike ist oft verzweifelt und enttäuscht, dass er schon wieder zuhause nur teilnahmslos herumhängt oder für die Firma arbeitet. Wenn er an sein Büro denkt, an den Aufgabenwust, den Erfolgsstress und an einige „schwierige“ Mitarbeiter, wird Fred schon sonntags nachmittags flau im Magen.
So kann das nicht weitergehen.
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Entscheidung treffen -gehen oder bleiben?

Entscheidung treffen trennung

Sandra

„Seit 13 Jahren ist Sandra mit ihrem Partner Michael zusammen. Sie haben zwei Kinder. Seit Jahren leben beide aneinander vorbei. Michael hat sich immer mehr zurückgezogen und ist hauptsächlich mit seinem Beruf beschäftigt. Seit er Abteilungsleiter geworden ist, kommt er immer später nach Hause und arbeitet am Wochenende in seinem Arbeitszimmer weiter.
Den Auseinandersetzungen mit den beiden Teenagern geht er aus dem Wege oder wird bei der kleinsten Kleinigkeit aufbrausend. Sandra macht er Vorwürfe, dass sie die Kinder verzogen habe und zu nachsichtig sei.
Immer wieder fragt sich Sandra, wo denn der charmante Mann der Anfangsjahre ihrer Beziehung geblieben ist. ´Beziehungsgespräche hasse ich´, das ist sein Standardsatz, wenn Sandra versucht hat, mit ihm über die Situation zu sprechen. Oder es kommt zu fürchterlichen Streitereien über Kleinigkeiten.
Das Fass läuft für Sandra über, als der Älteste beim Stehlen im Kaufhaus erwischt wird. Als der Vater von der Polizei in der Firma angerufen wird, stellt sich heraus, dass er einen Tag Urlaub genommen hat und mit einer Kollegin unterwegs ist – wovon Sandra keine Ahnung hatte.
Seitdem schläft Sandra im Gästezimmer. Seinen Beteuerungen, so etwas werde nicht wieder vorkommen, schenkt sie kein Vertrauen. Immer wenn er wieder spät aus der Firma kommt, fragt sie sich, ob…?“

(entnommen aus meinem neuen eBooklet Gehen oder Bleiben)

Den Schwebzustand beenden- aber wie?

Wie Sandra geht es vielen, deren Beziehung am Ende zu sein scheint.
Sie ist in ein Gefühlschaos geraten, aus dem sie seit Monaten, ja eigentlich schon seit Jahren, keinen Ausweg findet. Sie weiß, dass es zu einer Entscheidung kommen muss. Und fühlt sich doch wie gelähmt. Es muss sich etwas ändern – so („gehen“) oder so („bleiben“)!

Gibt es Kriterien, die für das eine oder das andere sprechen?

Letztlich ist die Entscheidung über Gehen oder Bleiben immer eine sehr persönliche, emotionale Entscheidung. In der Paarberatung haben sich jedoch einige Anzeichen herausgestellt, die für das eine („gehen“)oder das andere („bleiben“) sprechen könnten.

Anzeichen, die für ein Bleiben sprechen

  • Sie oder Ihr Partner(in) haben sich auf einen Seitensprung eingelassen, der längst beendet ist.
  • Sie lieben sie/ihn immer noch und schätze vieles an ihm/ihr nach wie vor. Allerdings ist die Verliebtheit der ersten Jahr völlig abhanden gekommen.
  • Es gibt zwischendurch immer wieder auch Zeiten, in denen es mit dem Partner(in) schön ist.
  • Manchmal wird er/sie im Streit verletzend oder herabwürdigend.
  • In der Kindererziehung und im Umgang mit Geld sind sie sich relativ einig.
  • Richtig schönen Sex haben Sie schon lange nicht mehr gehabt, aber Sie geben uns auch wenig Mühe, sich nahe zu kommen.
  • Sie sind in eine Krise gekommen, seitdem Ihr Partner(in) einen neuen Job hat/ Sie eine Wochenendbeziehung führen müssen/Geldsorgen durch seine bzw. ihre Arbeitslosigkeit haben u.ä.
  • Ihr Partner(in) ist sehr auf Eigenständigkeit bedacht und will mehr als früher seinen /ihren Interessen nachgehen.
  • Sie trauen sich nicht, Ihren Partner(in) zu kritisieren, weil es dann immer zu Streit oder Rückzug kommt.
  • Ihr Partner(in) ist bereit, eine Paarberatung aufzusuchen

Alle diese Punkte können zu einer ernsthaften Paarkrise führen. Und alle diese Punkte lassen sich gemeinsam angehen. Sie können gemeistert werden. Danach ist die Beziehung nicht mehr wie vorher. Aber nicht unbedingt schlechter.

Anzeichen, die für eine Trennung („gehen“) sprechen

  • Ihr Partner(in) schlägt Sie.
  • Ihr Partner(in) ist drogenabhängig/ alkoholabhängig und geht keine Therapie ernsthaft an.
  • Ihr Partner(in) hat eine längere Affäre, von der er/sie nicht lassen will (trotz aller gegenteiliger Beteuerungen).
  • Ihr Partner(in) zeigt Ihnen gegenüber keinen Respekt und verhält sich häufig beleidigend und abwertend; Sie verlieren dadurch zunehmend Ihre Selbstachtung.
  • Ihr Partner(in) verfolgt Pläne, von denen Sie nichts wissen. Er/sie ist auf dem Rückzug und verbringt immer mehr Zeit ohne Sie.
  • Die sexuelle Beziehung zwischen Ihnen ist eingeschlafen und/oder eine Quelle von Konflikten und Enttäuschungen. Zärtlichkeit und Erotik finden nicht mehr statt. Sie können Ihren Partner(in) „nicht mehr riechen“, Nähe nicht mehr ertragen.
  • Das Gespräch zwischen Ihnen ist entweder versiegt oder sie streiten sich ständig. Ihr Partner(in) geht Gesprächen aus dem Wege.
  • Ihr Partner(in) macht häufig Versprechungen, die er/sie dann nicht einhält. Dadurch haben Sie die Achtung gegenüber ihrem Partner(in) verloren.
  • Ihr Partner(in) ist unwillig oder unfähig, sich zu ändern – in Punkten, die sie nicht tolerieren können. Ihr Partner lehnt professionelle Paarberatung ab.
  • Sie haben das Gefühl, dass Ihre Partnerbeziehung zu einseitig ist und Ihr Partner kein Interesse mehr hat, auf Sie einzugehen, Initiative zu ergreifen, etwas für die Beziehung einzusetzen.
  • In entscheidenden Fragen finden Sie mit Ihrem Partner(in) keine Einigung. Ihre Wertvorstellungen in Bezug auf Kindererziehung, Geld, Lebensgestaltung, Berufstätigkeit, Freundschaften usw. sind sehr unterschiedlich und Sie finden keinen Konsens.
  • Sie fühlen sich stark zu einem anderen Menschen hingezogen, mit dem Sie eine befriedigendere Beziehung eingehen wollen und können.

Wenn mehrere der genannten Kennzeichen zutreffen, rückt eine Trennung ins Blickfeld. Auf keinen Fall kann es so weitergehen wie bisher. Hilfreich ist eine professionelle Ehe- oder Trennungsberatung und am Ende auch eine Mediation, damit Sie nicht unversöhnlich auseinandergehen. Das scheitert jedoch häufig daran, dass einer der Partner das ablehnt.

Sandra gibt der Beziehung eine Chance

Als Sandra die Anzeichen für ein „Bleiben“ liest, fühlt Sie sich bestätigt, der Beziehung noch eine Chance zu geben. Sie macht es davon abhängig, ob Michael tatsächlich an einer Paarberatung teilnimmt.
 
 

Ein interaktives Online-Booklet als Entscheidungshilfe

Gehen Bleiben Anleitung
 

Als Entscheidungshilfe habe ich dazu ein interaktives Online-Booklet gestaltet. Es handelt sich nicht um ein Lese-eBook, sondern um ein Aktion-eBook. Sie werden schrittweise durch einen Entscheidungspfad geleitet. An jedem „Knotenpunkt“ und an jeder Gabelung des Entscheidungsweges können Sie entsprechende Hilfestellungen, Kurz-Anregungen und Kurz-Animationen anklicken, die Sie einen Schritt auf dem Entscheidungspfad weiterbringen.

Mehr Info dazu auf meiner neuen Seite
Gehen oder Bleiben in einer Paarkrise

 
 
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Fotonachweis: steffne / photocase.de
 
 

Entscheidungen treffen – bin ich entscheidungslahm!?

Entscheidung trefen
Fotonachweis: sianais / photocase.de

Selbstbezichtigungen und Selbstvorwürfe

Emily bezeichnet sich als entscheidungslahm, unentschlossen, feige; sie habe keinen Mut, überließe Entscheidungen lieber ihrem Partner. Sie sage bei Entscheidungen erst zu, dann wieder ab und dann doch wieder zu, usw. Sie habe Panik, sei oft zwischen den Entscheidungsalternativen hin und her gerissen, könne gar nicht mehr denken, sei blockiert, alltagstot. Anderen gegenüber sei dies unfair, das wisse sie, sie fühle sich deswegen oft schlecht. Konkret geht es darum, mit dem Partner eine größere Wohnung zu kaufen (eine einmalige Chance) oder in der bisherigen Wohnung zu bleiben. Sie kann sich einfach nicht entscheiden, einen Notartermin hat sie schon einmal kurzfristig platzen lassen, heute denke sie so, morgen so; ihr Umfeld halte sie schon für komplett verrückt…

Was ist mit Emily los: Depression oder Dramatisierung?
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Entscheidungs-Trichter – oder was soll ich studieren?

entscheidung trichter

Jetzt wird es ernst für Sabrina.

Das Abitur ist geschafft, aber was jetzt. Sie kann sich einfach nicht entscheiden. Diverse Tests haben sie auch nicht viel weiter gebracht. Die Familie rät ihr dieses, ihre Freundinnen etwas anderes. Je mehr sie fragt und sich informiert, desto unklarer wird alles. Ein „Überlegungsjahr“ will sie sich nicht nehmen, weil sie ihre Eltern nicht so lange belasten will. Sie weiß, dass es für die Familie eine finanzielle Belastung ist, wenn sie studiert. Eine Entscheidung muss her…

Der Entscheidungstrichter: „aussichtslose“ Entscheidungen in vier Tagen

Die Entscheidungshilfe eines „Trichters“ macht da Sinn,
– wo es eine Fülle von Alternativen gibt (Studiengänge…),
– wo es keine einfachen Kriterien für die Auswahl gibt (Neigungen? Interessen? Ratschläge, Test…),
– wo nach langem Überlegen jetzt eine Entscheidung fallen muss (Frist läuft ab…).

Das Trichter-Modell veranschaulicht einen Entscheidungsprozesses in vier Schritte, bei dem mit jeden Schritt die Anzahl der Möglichkeiten verringert wird:
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Entscheidung für eine sichtbare Tätowierung – warum macht er das?

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Was findet Frank daran gut?

Barbara ist entsetzt. Ihr Partner Frank kommt an einem Samstag nach Hause und hat ein auffälliges Tattoo am Arm – ohne mit ihr vorher jemals darüber gesprochen zu haben. Sie kann es nicht begreifen, warum ein erwachsener Mann sich bei klarem Bewusstsein eine Tätowierung machen lässt! ´Ich finde es cool´, ist die Antwort von Frank. Damit kann Barbara nichts anfangen. Sie fragt immer wieder nach, bekommt aber keine andere Antwort, als dass er das eben schön findet. Argumente wie, dass das doch Kinderkram sein und er das eines Tages bereuen würde, berühren Frank nicht sehr. Er steht zu seiner Entscheidung. Barbara ringt sich dazu durch, dass Tattoo von Frank zu akzeptieren. Schließlich ist es sein Körper. Es bleibt bei ihr jedoch ein Unbehagen zurück: Warum macht Frank das, obwohl er genau weiß, dass sie das an ihm sehr stört?
Und es bleibt für sie rätselhaft, warum Frank ein Tattoo so wichtig ist: Ist es bloßer Körperschmuck? Ist es eine Moderescheinung? Ist es ein Zeichen dafür, zu einer Gruppe zu gehören? Ist es ein Versuch, unverwechselbar zu sein? Verleiht ein Tattoo Selbstvertrauen?

Tätowierungen sind selbstverständlich geworden

Man muss sich nur ein Spiel bei der Fußballweltmeisterschaft ansehen, um die Allgegenwärtigkeit von Tattoos aller Arten und Größen, bei Spielern aller Länder auf allen möglichen und scheinbar unmöglichen Körperteilen zu sehen. Weiterlesen

Zwei Wege, seinen Chef(in) für eine Konfliktlösung im Team zu gewinnen
Teil 2: Wie Buddha seinen Chef gewinnen würde

Entscheidung_Wahrnehmung

Buddha und mein Chef- ist das nicht eine etwas absurde Kombination?

Wie sähe es aus, wenn Buddha einen Chef für die Mitarbeit an der Lösung von Teamkonflikten gewinnen wollte? Käme dabei nur Esoterisches heraus? Sollen dann alle meditieren – und der Konflikt löst sich wie von selbst? Geht eine solche Fragestellung nicht an der Realität vorbei („Sie kennen unseren Vorgesetzten nicht!“)? Geht es hier nicht um Macht und Unfähigkeit?
Soviel kann man vermuten: Es werden bei dieser Fragestellung („Was würde Buddha tun“) einige Handlungsweisen von Mitarbeitern ausgeschlossen werden, wie Machtspiele („Jetzt wenden wir uns an Ihren Vorgesetzten“), Drohungen („Wenn sich das nicht ändert, kündige ich“), Verweigerungen, Resignation, Dienst nach Vorschrift usw.

Aber was stattdessen?

Ein Ignorant ist ein Ignorant ist ein
Ignorant…?

Johanna ist über ihren Chef empört. Er ist und bleibt in ihren Augen ein Ignorant, der die schlechte Teamsituation einfach nicht wahrnehmen will. Alle Vorschläge zur Verbesserung des Klimas im Team blockt er ab. Damit will er sich nicht beschäftigen. Ihn interessieren nur die Leistungszahlen. Als diese einzubrechen drohen, werden zwei Mitarbeiterinnen entlassen. Es geht die Angst um, selbst die nächste zu sein. Das Klima ist vergiftet, und der Chef unternimmt nichts, um das zu ändern. Das Team hat geschlossen den Betriebsrat hinzugezogen. Doch der Vorschlag, einen „Teamworkshop + Chef“ durchzuführen, um die Teamarbeit zu verbessern, wurde vom Vorgesetzten strikt abgelehnt – „er ist eben ein Ignorant“ (Johanna). Als auch ein Gespräch mit dem nächsthöheren Vorgesetzten und der Personalleitung keine Änderung bringt, kündigt sie schweren Herzens. Die Arbeit hat ihr sehr viel Spaß gemacht und sie hat sich immer voll engagiert. Aber sie glaubt nicht mehr daran, dass ihr Chef sich ändert. Weiterlesen

Zwei Wege, seinen Chef(in) für eine Konfliktlösung im Team zu gewinnen
Teil 1: Die Beton-Brösel-Maschine

entscheidung feedback

Unser Chef(in) ist das Problem!

In den meisten Teams gibt es Konflikte. Sie können in der Regel erfolgreich gelöst werden. Aber was passiert, wenn der Vorgesetzte an einer Lösung nicht mitwirken will? Wenn er oder sie selbst das entscheidende Problem ist? Wenn alle Vorschläge der Mitarbeiter abgeblockt werden?

Scheinbar passiert dann nichts…Wenn man jedoch genau hinhört, rotiert ganz still und leise eine Mischmaschine. Sie liefert den Beton, mit dem die Situation immer fester zementiert wird.
Kennzeichnend dafür sind dann Chef-Sätze wie:
– „Typisch Kinderkram / Zickenkrieg / Gefühlsduselei!“
– „Von Psycho halte ich nichts, dass ist nur Zeitverschwendung.“
– „Wir sind hier nicht bei der Wohlfahrt, machen Sie Ihre Arbeit und fertig!“
– „Ich sehe keine Probleme, es läuft doch alles prima.“
– „Lösen Sie das untereinander, damit will ich nichts zu tun haben.“

Und in den Raucherpausen fallen die zugehörigen „Beton-Sätze“ der Mitarbeiter
– „Unser Chef (oder Chefin) ist ignorant, lässt sich von uns ja nichts sagen.“
– „Er (oder sie) hat ja gar keine Ahnung, was hier abgeh.t“
– „Er (oder sie) ist das eigentliche Problem!“
– „Weichei!“
– „Hier muss doch jemand mal ein Machtwort sprechen.“
– „Der (oder sie) hat doch bloß Angst, sich Problemen zu stellen.“

Eine problematische „Gruppensituation mit Chef“ hat sich verfestigt, wird in Beton gegossen.

„Was muss passieren, damit unser Chef oder unsere Chefin auf uns hört?“

Diese Frage haben sich schon viele Teams gestellt. Weiterlesen

Die Entscheidung ist der Augenblick, in dem man das Reden satt hat

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Das Schweigen hat unsere Beziehung gerettet!

´Beenden Sie einfach Ihre Beziehungsgespräche!!´
Jutta und Jakob trauen ihren Ohren nicht, als sie im der Paarcoaching diesen Vorschlag hören. Es stellt alles auf den Kopf, was sie bisher geglaubt haben. Nach der ersten Sitzung brechen sie die Beratung ab. So etwas Unprofessionelles wollen sie sich nicht anhören.
Abend für Abend sitzen sie nach dem Abendessen noch am Tisch und reden. Dabei wird oft auch das eine oder andere Glas dunkelroter, kräftiger Lagreiner aus dem letzten Urlaub in Südtirol getrunken. Doch das harmonische Bild täuscht. Vor neun Jahren haben sie mit einer ausgelassenen Bauernhochzeit unter den dicken Balken einer alten Scheune in einem Feld von Mohnblumen ihre Ehe begonnen. Jetzt fällt ihnen manchmal die Decke auf den Kopf. Aufstehen, Frühstück, abwechselnd das Kind in die Schule bringen, das Geschwätz der Arbeitskollegen, Kindersorgen, abwechselnd Auberginensalat, Pasta, Spaghetti Bolognese… anschließend Kindergeschichte vorlesen, dann Lagreiner trinken und reden darüber, wie es weiter gehen soll. Die Kondome gammeln in der Nachttischschublade von Jakob vor sich hin.
Und immer wieder die Frage: Wie konnte es so weit kommen, was haben wir falsch gemacht?
Und gegenseitige Vorwürfe: „Wenn wir nur nicht wegen deiner Stelle in dieses Kaff gezogen wären“ oder „Du hast dich wieder nicht darum gekümmert, Karten für das Tingvall-Konzert zu besorgen“.
Und Auf-/Ausbruchspläne: Wieder eine Stadtwohnung suchen oder für fünf Jahre an eine Auslandsschule in Buenos Aires wechseln oder einer zieht mal für einige Zeit aus…
Nach solchen Gesprächen sind der Rotwein ausgetrunken und die Gläser voll – mit Traurigkeit und Ratlosigkeit. Bis zum nächsten Abend…

Die Rede-Spirale oder das Miteinander
reden als Ersatz für Handeln

Einerseits gilt: In langjährigen Paarbeziehungen versiegt oft das Gespräch. Mein neues eBook handelt davon, wie diese Schweigespirale „aufgebogen“ und zu einem Wegweiser umgestaltet werden kann.
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Dagegen sind Paare wie Jutta und Jakob in die „Rede-Spirale“ geraten. Sie reden miteinander über ihre Beziehung. Dabei machen sie sich Vorwürfe, dass sie nicht vernünftig miteinander reden können.
Ihr Reden ist ein Reden, ist ein Reden, ist ein Reden…

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„Die Entscheidung sitzt mir im Nacken“

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Lars muss sich bis Montag entscheiden

Lars muss sich bis Montag entscheiden, ob er die neue Position in der Firma annimmt. Er fühlt sich blockiert, weil das Für und Wider ihm ständig durch den Kopf geht. Seit einiger Zeit schläft er deshalb schlecht, hat Kopfschmerzen und ist total verspannt. Die Entscheidung sitzt ihm im Nacken. Die Verspannungen nehmen zu, während seine Entscheidungsfähigkeit immer mehr abnimmt. Schließlich entscheidet er sich für den risikoarmen Weg und lehnt das Angebot ab.

Verspannungen machen klein und verhindern mutige Entscheidungen

Verspannungen im Nacken und Schultergürtel führen zu einer in sich zusammengesunkenen Haltung und machen klein. Das schlägt auch auf die innere Haltung durch. Man ist dann auch nicht mehr frei, Entscheidungen zu treffen. Die Körperhaltung wirkt sich auch auf die Emotionen aus. Wer sich klein macht, denkt auch klein – und entscheidet entsprechend.
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Schwierige Entscheidung – wann muss ich von mir aus kündigen?

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Immer mehr Mitarbeiter sind mit ihrer Arbeitssituation unzufrieden

Laut der jährlich durchgeführten Gallup-Studie zur Arbeitszufriedenheit machen 67 Prozent der Deutschen nur „Dienst nach Vorschrift“. Und der Anteil der Arbeitnehmer, die „innerlich gekündigt“ haben, liegt bei 17 Prozent. Demnach hat jeder sechste Mitarbeiter bereits seine „innerliche Kündigung“ mit sich ausgemacht. Auch die Gründe dafür sind schnell gefunden:
Hauptursache für die innerliche Kündigung sei laut Gallup eine mangelhafte Personalführung: Viele Arbeitnehmer steigen hoch motiviert in ein Unternehmen ein, werden aber über einen längeren Zeitraum desillusioniert und resignieren schließlich. Die wichtigste Rolle spielt dabei fast immer der direkte Vorgesetzte. Von ihm oder ihr kommen oft zu wenig konstruktive Kritik, Anerkennung und Unterstützung – und das bei starker Arbeitsverdichtung und knapper Personaldecke. (Quelle: www.gallup.com)

Laura: Kündigen oder ausharren

Seit der neue Abteilungsleiter da ist, wird Laura immer unzufriedener mit ihrer Arbeit.
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Freiheit und Toleranz in der Partnerschaft – wie weit kann ich gehen?

freiheit

Fotonachweis: mackerin /photocase.de

Es gibt viele Gründe, warum Partnern eine langfristig stabile und erfüllende Partnerschaft gelingt. Ein Aspekt zieht sich dabei durch alle Erfahrungsberichte, Beziehungs-Ratgeber und die wissenschaftliche Erforschung von Paarbeziehungen: Langfristig glücklichen Paaren ist es gelungen, eine für sie passende Balance von

  • Nähe, Vertrautheit , Toleranz, Zurückstecken und
  • Distanz, Eigenständigkeit, Selbstentfaltung

zu finden.

Ein ständiger Balance-Akt

Die Balance von Freiheit und Bindung, von Nähe und Distanz zu finden, ist ein fortwährender Balanceakt. Am Anfang einer Beziehung steht oft die Suche nach Nähe, Vertrautheit und Zusammensein im Vordergrund. Dabei kann es sein, dass es einem oder beiden Partnern schwerfällt, sich dem Partner wirklich anzuvertrauen. Oder genau umgekehrt: Ein Partner sucht ständige Nähe und bedrängt dadurch den anderen. Paare bleiben zusammen, wenn sie eine für beide befriedigende Balance von Nähe und Eigenständigkeit finden.

Wenn die Beziehung vorangeschritten ist, ergibt sich mehr Raum zur persönlichen Selbstentfaltung.
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Entscheidung – Die Beziehung geht zu sehr auf meine Kosten!

Auf meine Kosten
Manchmal hat in engen Beziehungen (Freundschaften, Paarbeziehungen, Familienbeziehungen…) einer oder mehrere der Beteiligten das Gefühl, dass die Beziehung auf seine/ihre Kosten gelebt wird (und das ist dann nicht nur finanziell gemeint). Geben und Nehmen stehen nicht mehr in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Wie soll man sich dann entscheiden?
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Entschiedenheit – auf jeden Fall am eingeschlagenen Weg festhalten?

Entscheidung Entschiedenheit
Die Eigenschaft, ohne langes Zögern zu entscheiden und bei der Entscheidung zu bleiben, wird als Entschiedenheit bezeichnet. Die Gegenbegriffe dazu wären Unentschlossenheit und Wankelmütigkeit.
Dazu gehören

  • ohne langes Zaudern entscheiden
  • konsequent bei Entscheidungen bleiben zu können
  • sich nicht durch Schwierigkeiten vom Ziel abbringen zu lassen
  • beständig sein und eine klare Linie verfolgen.

Zwei Formen von Entschiedenheit

1. Angst der Mitte überwinden – am eingeschlagenen Weg festhalten

Im Beitrag über die „Angst der Mitte“ habe ich darüber geschrieben, dass Angst ein schlechter Ratgeber ist und dazu verführen kann, eine einmal aus guten Gründen getroffene Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Obwohl es keine entscheidende neue Gründe gibt, die ursprüngliche Entscheidung zu revidieren. In solchen Situationen gilt es, den eingeschlagenen Weg konsequent zu Ende zu führen.
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Nach Uganda zu gehen – das ist aber eine mutige Entscheidung!

Mutige Entscheidungen treffen

Jenseits der vertrauten Wege

Unter „mutigen Entscheidungen“ versteht man solche Entscheidungen, die mit dem Aufbruch ins Unbekannte verbunden sind. Dabei kann man sich nur auf wenige sichere Fakten stützen. Die Auswirkungen der Entscheidung lassen sich schlecht abschätzen und sind kaum mehr rückgängig zu machen. Die Komfort-Zone des Vertrauten, Bekannten, Überschaubaren muss verlassen werden. Es müssen schwer abschätzbare Risiken eingegangen werden und bisher geltende Beschränkungen und persönliche Grenzen überschritten werden.

Typische Situationen

Typische Situationen, in denen mutige Entscheidungen gefordert sind:

  • Soll ich mich von meinem Partner trennen, obwohl es doch manchmal noch ganz gut geht?
  • Soll ich eine verantwortungsvollere Leitungsposition annehmen, obwohl ich mich dem vielleicht nicht gewachsen fühle?
  • Soll ich meine unbefriedigende Arbeitsstelle kündigen, obwohl ich noch keine neue Stelle habe?
  • Soll ich meinen Traum von einer Nepalreise angehen, obwohl ich nicht weiss, wie ich das finanzieren kann?
  • Soll ich meinem neuen Freund nach Saudi-Arabien folgen?
  • Soll ich in meinem Alter nochmal anfangen zu studieren?

Langes Grübeln und Analysieren hilft hier nicht weiter

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Über meine Wirkung auf andere entscheide ich selbst – oder doch nicht?

Entscheidung Wirkung

Warum bin ich beim ersten Abendessen mit Helge so gehemmt?

Auf dem Weg zum ersten Abendessen mit ihrem neuen „Bekannten“ gehen Monika viele Gedanken durch den Kopf. Sie erinnert sich an vergleichbare Situationen in der jüngsten Vergangenheit, in denen die Begegnung nicht gut gelaufen ist. Typisch, denkt sie, das war schon bei meiner ersten Liebe in der Schule so, wo sie böse abgeblitzt ist. Ihre Schritte werden immer zögerlicher. Als sie schließlich zum Tisch kommt und Helge begrüßt, ist sie innerlich wieder die picklige Teenagerin, von der die Jungs damals nichts wissen wollten…und heute bestimmt auch nicht. Dabei sieht sie hinreißend aus, was auch Helge nicht verborgen bleibt. Im Laufe des Essens will jedoch kein anregendes Gespräch zustande kommen. Monika ist gehemmt, was sonst nicht ihre Art ist. Helge ist ein toller Typ, aber sie ist offensichtlich nicht attraktiv genug für Männer wie Helge…

Typische Situationen, in denen es auf die Wirkung als Person ankommt

Das erste Abendessen mit der neuen Bekanntschaft, das Vorstellungsgespräch für eine neue Arbeitsstelle, die Präsentation des neuen Projekts vor dem Vorstand, der erste Besuch bei den Schwiegereltern…. solchen Situationen ist gemeinsam, dass es auf die Wirkung als Person ankommt.

Kann ich diese Wirkung beeinflussen? Weiterlesen

Entscheidung für den (falschen) Beruf – was tun?

Falsche Entscheidung Beruf

Drei typische Situationen, in denen die Frage nach der Berufsentscheidung eine Rolle spielt

Jemand wechselt die Stelle, weil er /sie unzufrieden ist oder weil mit einer neuen Stelle besser Möglichkeiten oder mehr Verdienst verbunden sind. Das ist heute normal. Immer häufiger jedoch zweifeln Menschen auf Grund ihrer Berufserfahrungen an ihrer grundsätzlichen Berufswahl. Diese Grundsatz-Frage stellt sich besonders an drei Stationen des Berufslebens.

1. Entscheidung für einen Berufsweg nach dem Schulabschluss

Die Schule ist beendet (mit oder ohne Abschluss, mit oder ohne Studienberechtigung). Nun geht es um die Frage: Was mache ich jetzt? Weiterlesen

Schlechte Gewohnheiten ablegen (III): Mentale Überblendtechnik („Sssswish“) – oder das Unbewusste zu Hilfe rufen

Fingernägel kauen

Lästige Gewohnheiten

In Teil II wurde ein Modell vorgestellt, dass über das Erkennen eines Ablaufs (Auslöser-Routine-Belohnung) eine bewusste Verhaltensänderung ermöglicht. Was aber, wenn eine bestimmte Gewohnheit fest verankert ist? Die Routine läuft ab, obwohl wir uns des Ablaufs sehr wohl bewusst sind?

Zum Beispiel Conny und ihre Fingernägel – so weit vorhanden

Unbemerkt ist das Kauen an ihren Fingernägel bei Conny zu einer lästigen Gewohnheit geworden. Weiterlesen

Schlechte Gewohnheiten ablegen II : Duhigg-Modell – oder das Wissen über die Wirkungsweise von Gewohnheiten nutzen

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Gewusst wie – so entfalten Gewohnheiten ihre Macht

Charles Duhigg hat in seinem lesenswerten Buch Die Macht der Gewohnheit den „Mechanismus“ beschrieben, wie im Unterbewusstsein gespeicherte Gewohnheiten unser Verhalten beeinflussen, ohne dass wir dies merken. Gewohnheiten entstehen aus einem sich selbst verstärkenden Kreislauf. Aufgrund eines spezifischen Auslösern kommt eine Routine in Gang, die unmittelbare Belohnung bietet. Mit jedem neuen Kreislauf verfestigt sich die so entstandene Gewohnheit:
Duigg-Modell Weiterlesen