Kategorie-Archiv: Allgemein

Schlechte Gewohnheiten ablegen (I) : „Kairos“ – oder den günstigen Augenblick beherzt nutzen!

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Eine Frage der Schnelligkeit – Gewohnheit schlägt Entscheidung

Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten. Es speichert vielmehr die Verhaltensweisen in den Tiefen des Gehirns, die sich als angenehm d.h. mit einer Belohnung verbunden herausgestellt haben. Was gut funktioniert und ein gutes Gefühl hervorruft, wird so im Gehirn abgelegt, dass es durch einen bestimmten Auslöser unbewusst aufgerufen wird, lange bevor das Bewusstsein (Wille, Entscheidung) dies mitbekommt. Der Auslöser (Situation, Gegenstand, Bild, Duft, Gefühl, Sinnesreiz…) hat das zugehörige Verhalten längst in die Wege geleitet – die Autotür wird ohne Nachdenken verschlossen, ebenso wie die bereitliegenden Chips genascht werden, die regelmäßige Joggingrunde wird trotz Regens gelaufen, ebenso wie zur Zigarette gegriffen wird oder die Fingernägel gekaut werden. Im Laufe des Lebens bilden wir so ein festes Gerüst von Gewohnheiten aus, von deren Macht wir profitieren („gute Gewohnheiten“) und deren Unveränderlichkeit uns verzweifeln lässt („schlechte Gewohnheiten“) Weiterlesen

Umgang mit einem schwierigen Menschen – Wie soll ich mich entscheiden?

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Ein „schwieriger Mensch“ entsteht

Es kann passieren, dass mir eine Person in meinem Umfeld immer wieder „auf die Nerven geht“. Dann verengt sich der eigene Blickwinkel immer weiter; alles, was der „schwierige“ Mensch tut, wird mit einer negativen Brille gesehen. Ein Teufelskreis kommt in Gang: Es werden nur noch die schwierigen Verhaltensweisen wahrgenommen, andere Verhaltensweisen werden dagegen ausgeblendet. So wachsen jeden Tag Ärger, Wut und Unverständnis. Der betreffende Mensch wird zum „roten Tuch“. Da man sich in solchen Situationen in der Regel nicht komplett aus dem Wege gehen kann, vertieft jede Begegnung die Schwierigkeiten. Ein „schwieriger Mensch“ entsteht! Weiterlesen

Krankheitsängste – „Wie soll ich mich in meiner Panik entscheiden?“

Entscheidung Krankheit Ängste

Vier Arten von Krankheitsängsten

Ängste und Panikattacken treten bei jedem Menschen auf. Oft treten sie in Zusammenhang mit einem besonderen Ereignis ein und vergehen nach einiger Zeit auch wieder. Angst entsteht durch die Bewertung einer Situation als gefährlich / lebensbedrohend. Sie entsteht „im Kopf“ und kann deshalb auch nur „im Kopf“ gelöst werden.

1. Klassische Phobien

Viele Menschen haben Ängste (Phobien) z.B. vor Spinnen, Hunden und eben auch vor Krankheiten z.B. in Form der Angst vor Ansteckungen und dem daraus folgenden Hygienezwang. „Eine Phobie bezeichnet allgemein eine übersteigerte Angstreaktion gegenüber eindeutig definierten, objektiv betrachtet ungefährlichen Situationen oder Objekten. Aufgrund der starken Angst wird die Konfrontation mit diesen Situationen oder Objekten vermieden, oder nur unter massiver Furcht ertragen. Allein die Vorstellung der gefürchteten Situation ausgesetzt zu sein, erzeugt oft Angst. Die gefühlsmäßige Angstreaktion wird in der Regel begleitet von starken körperlichen Begleiterscheinungen der Angst, zum Beispiel Herzrasen, Zittern oder Schwitzen.“ (Definition des Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen (FETZ) Köln).
Phobien können durch gezielte Verhaltenstherapien sehr gut abgemildert bzw. zum Verschwinden gebracht werden.

2. Angst nach einer traumatischen Krankheitserfahrung

In der Regel haben Herzinfarktpatienten oder Patientinnen mit überstandener Brustkrebs-Erkrankung tiefsitzende Ängste vor einer erneuten Erkrankung Weiterlesen

Entscheidungsprobleme- Wie soll es weitergehen? Systemaufstellung kann helfen

kreative problemloesung

Avatare im Stadtpark

Nicole ist mit dem Fahrrad unterwegs zum Stadtpark; sie muss mal raus. Gestern hat sie Bescheid bekommen, dass sie zum zweiten Mal durch die Zwischenprüfung gefallen ist. Was soll jetzt werden? Theoretisch hat Nicole noch einen Versuch, aber will sie wirklich weitermachen? Jura ist ihr verleidet, aber aufhören? Das kann sie ihrem Vater nicht antun, der fest darauf setzt, dass sie später die Kanzlei übernimmt… In einer ruhigen Ecke des Parks ist an diesem Wochenende eine kleine Ausstellung mit Holzskulpturen. Nicole will schon vorbeifahren, bis sie einen Tisch sieht, auf dem kleine skurile Treibholzfiguren stehen und ein Schild „Büro für kreative Problemlösungen“. Weiterlesen

Gehirntumor – wenn nichts mehr geht


Diese merkwürdige Geschichte habe ich bei Fritz Simon gefunden.

Was tun, wenn nichts mehr geht

Manchmal geraten wir in Situationen, in denen wir nicht mehr weiterwissen. Wir sind in einen „Schneesturm“ geraten und fragen uns verzweifelt, wie es weitergehen soll.

Das persönliche Radrennen gegen den Tumor

Für Franz bricht eine Welt zusammen, als ihm der Arzt eröffnet, dass er einen Gehirntumor hat. Nach OP und Chemotherapie sieht er aus wie ein alter Mann – und fühlt sich auch so. Als er immer trübsinniger wird und häufig zu viel Alkohol trinkt, verlässt ihn seine Frau samt der kleinen Tochter. Er ist gezwungen, die große Wohnung aufzugeben und zieht in eine kleine 1-Zimmer-Wohnung. Dort sitzt er hauptsächlich vor dem Fernseher und kämpft mit schlimmen Panikattacken. Weiterlesen

Bauchentscheidungen – kann ich mir selbst vertrauen?

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Drei Beispiele für ganz unterschiedliche Bauchentscheidungen

Mit den Bauchentscheidungen ist es so eine Sache. In manchen Situationen sind sie „günstig“ und anderen sehr „ungünstig“. Dazu drei Beispiele…

Mirko hat „Bauchschmerzen“

Mirko hat in den letzten zwei Jahren einige wichtige Entscheidungen im Leben getroffen, die er als „Bauchentscheidungen“ bezeichnet: Mit etwas Kapital von seinem Bruder einen IT-Shop eröffnen – „letztlich eine reine Bauchentscheidung“. Die Geschäfte laufen anfangs gut und Mirko leistet sich einen Porsche Cayenne – „mein alter Traum, eine reine Bauchentscheidung“. Weiterlesen

Entscheidung an einem Wendepunkt im Leben

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Zwei Arten von Wendepunkten im Leben

Für die meisten Menschen verläuft das Leben in relativ festen Bahnen. Je nach Fähigkeiten und Möglichkeiten entwickeln sich die eigenen Vorstellungen – oft nicht ohne Rückschläge und Umwege, aber in einem festen Rahmen. Wendepunkte, in denen das eigene Lebenskonzept in Frage gestellt wird und die bisherige Lebensführung geändert werden muss, sind relativ selten.
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Folgenreiche Entscheidung – sollen wir uns auf einen Hauskauf einlassen?

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Fakten und Emotionen

Viele jungen Familien stehen vor der Entscheidung, ob sie sich ein Haus kaufen / bauen sollen. Zunächst ist die Frage für viele Paare aus finanziellen Überlegungen heraus kein Thema. Nach einiger Zeit, wenn eine gewisse Etablierung im Beruf der Partner eingetreten ist und die Familiensituation absehbar ist, rückt die Frage nach einem Hausbau/Hauskauf in den Bereich der Möglichkeiten. Die dann anstehende Entscheidung ist vielschichtiger, als es zunächst erscheinen mag. Denn bei der Entscheidung spielen sowohl Fakten, als auch vor allem tiefgreifende emotionale Wünsche eine Rolle.

Fred und Inge haben zwei kleine Kinder. …weiterlesen

Eigene Entscheidungen – oder was will ich wirklich?

Entscheidung Was will ich

Bernhard steckt zurück

Bernhard hat das Gefühl, dass er schon lange keine eigenen Entscheidungen trifft. Im Betrieb ist er zum Mitläufer geworden, der sich nicht mehr traut, eigene Vorschläge einzubringen. Die jüngeren Kollegen treten kompetent, selbstsicher und bestimmend auf. Manche Entscheidungen werden dann getroffen, die unüberlegt sind. Bernhard würde auf Grund seiner Erfahrung anders entscheiden, mehr riskieren wollen, neue Wege gehen. Aber …weiterlesen

Aussichtslose Entscheidungen – „Das bringt doch alles nichts“

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Manchmal stecken wir in einer Situation, in der alles, was wir versucht haben, zu nichts geführt hat. In Gesprächen darüber heißt es dann häufig: „Das bringt doch nichts, das habe ich doch schon alles versucht, das kann man vergessen.“

Heike will wieder einsteigen

Heike möchte (muss) nach einer längeren Familienzeit (2 Kinder) und einer schwierigen Trennung wieder in ihren Beruf als Buchhändlerin einsteigen. …weiterlesen

Die richtige Entscheidung treffen – aber was ist richtig?

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„Wie kann ich die richtige Entscheidung treffen“ – diese Frage schafft in der Regel mehr Probleme als Lösungen. Denn was bedeutet „richtig“?

Vier problematische Vorstellungen

Oft ist mit der Frage nach dem „Richtigen“ die Vorstellung verbunden,

  1. dass es nur eine mögliche Entscheidung gibt, die es zu finden gilt,
  2. oder der Entscheider möchte das Risiko vermeiden, das in jeder Entscheidung liegt,
  3. oder es handelt sich um den alten Perfektionisten-Traum, „nur nichts falsch zu machen“,
  4. oder ein anderer mag mit der Frage nach dem „Richtigen“ ethisch-moralische Verantwortung verbinden; das ist jedoch häufig nur eine verkappte Form von „was sollen die anderen denken“.

Bei den allermeisten Entscheidungen sind diese Vorstellungen das eigentliche Problem. …weiterlesen

Entscheidungen treffen – Angst vor den Konsequenzen hat Konsequenzen!

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Was steht eigentlich auf dem Spiel?

Interessanterweise ist die Angst vor Konsequenzen relativ unabhängig von dem, was bei der Entscheidung auf dem Spiel steht. Der eine entscheidet sich leicht für eine Rucksack-Reise nach Afghanistan, ohne viel an die Konsequenzen zu denken. Er/sie entscheidet, ohne sich groß über die Konsequenzen Gedanken zu machen, obwohl die Reise durchaus tödlich enden kann. Der andere fragt sich ständig, welche Konsequenzen es hat, wenn er statt der braunen Schuhe die schwarzen Stiefel kauft. (Was ist jetzt in? Was passt besser zu mir? Was wird mein Partner sagen?)

Je klarer die Fakten, desto geringer die Angst

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Entscheidungen treffen und Selbstvertrauen

Entscheidung Selbstvertrauen

Horst

Horst, Diplom-Biologe ist auf Arbeitssuche. Mit jeder Absage verliert er mehr den Mut und sein Selbstvertrauen saust in den Keller. Stattdessen wachsen die Selbstzweifel. Er zieht sich immer mehr zurück. Nach einigen Wochen traut er sich nicht mal mehr zum gemeinsamen Fußballspielen mit den alten Freunden. Als er nach unzähligen erfolglosen Bewerbungen tatsächlich eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhält, tritt er so mutlos auf, dass ein anderer Bewerber vorgezogen wird, obwohl Horst besser qualifiziert war…

Ein ver-rücktes Experiment

Aus Verzweiflung …weiterlesen